St. Bartholomäus
BAM-Arloff/Kirspenich

 

Februar 2018

Unbezahlbares Original

Gemeinde besichtigt Turmgeschirr bei Restaurator

KIRSPENICH. Stolze neun Meter misst die Gesamtkonstruktion mit Unterbau und wiegt 140 Kilo. Eine 20-köpfige Gruppe aus Gemeinde- und Kirchenvorstandsmitgliedern um Pfarrer Christian Hermanns hatte sich zur Besichtigung der Metallwerkstätten Hoppen in Dattenberg aufgemacht und das Turmgeschirr der Kirche St. Bartholomäus in Augenschein genommen, das derzeit dort restauriert wird.

„So nah kommen wir nicht mehr dran“, waren sich die Besucher einig und von Kreuz und Hahn, beides Ende des 15. Jahrhunderts gefertigt, beeindruckt. Auch die Kreuzornamente sind noch im Original erhalten. Kunstschmied Sebastian Hoppen zeigte sich vielmehr von der Kugel begeistert: „Nur eine von 1000 ist aus Bronze. Als Wert ist sie nicht erkennbar, aber sie ist unbezahlbar!“ In die von Hand getriebene Kugel, die zahlreiche Kriegseinschüsse aufweist, ist das Entstehungsjahr 1789 eingraviert. Sie war nie und wurde auch jetzt nicht vergoldet und bleibt im Originalzustand. Hermanns erstaunt: „Unglaublich, sie sieht aus wie eine alte Blechbüchse.“

Derzeit ist St. Bartholomäus wegen einer Außen- und Dachsanierung mit einem Gerüst versehen, daher habe sich die Restaurierung mit Wiederanbringung des Geschirrs gelohnt, so Bernd Zimmermann vom Kirchenvorstand. Zu Ostern sollen Hahn, Kreuz und Kugel wieder vom Dach strahlen. „Dann wird auch eine Ausgabe der Kirchenzeitung in der Kugel stecken“, sagt Hermanns.            AK

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